Kaltwasserpaddeln im Januar - 16.01.2011

Nachdem die Hochwassermeldungen in Radio und Fernsehen etwas abebbten, hatten ein paar Kanuten Appetit auf eigene Impressionen am Obermain bekommen. Warmes Wetter war gemeldet und Wanderwart Dietmar Schwarz trommelte per Telefon.

 

Einstieg war am Wehr in Lichtenfels. Die Spaziergänger, die das Hochwasser sich lieber von oben aus betrachten wollten – ihr Ziel war der Staffelberg -, waren so nett die Autos mit den trockenen Klamotten an den Ausstieg umzusetzen. Zehn Boote legten ab. Für Hannes Pfiffer, ein Mitglied der Rennmannschaft war es die Jungfernfahrt auf dem Hochwasser und er erhielt die strenge Auflage sich von Büschen und Bäumen fernzuhalten. Das Tempo war rasant, wir nahmen eine Abkürzung über die Kuhweide und erreichten relativ schnell das Bootshaus. Das säuberlich gestapelte Feuerholz war weggespült. Ein Teil davon hing vor den Treppen des Rennbootraumes. An den Schlammmarkierungen, die das Hochwasser am Bootshaus hinterlassen hatte, konnten wir ablesen, dass der Wasserspiegel bereits wieder um fünfzig Zentimeter gefallen war.

 

 

Linksufrig auf den Wiesen hinter dem Damm umfuhren wir das Hausener Wehr, zu dessen Strudeln und Rückläufen sich keiner hingezogen fühlte. Jetzt rissen die Wolken auf und die Sonne schien warm. Ein Genuss, ohne viel Kraftaufwand vom Wasser mitgenommen zu werden umspielt von einem Hauch frühlingswarmer Luft. Sogar einige Weidenkätzchen lugten aus ihren klebrigen Knospen. Das Trimeusel, ein Naturschwall bei Normalwasser, auf das sich besonders unsere jüngeren Paddler – Janik und Liska – freuten, war „abgesoffen“: brettleben und keine Welle weit und breit. Doch auch diese beiden sollten unterhalb von Wiesen auf ihre Kosten kommen: Wellen wunderschön hoch und manch einer fühlte sich an die Imster Schlucht erinnert. Im gleißenden Gegenlicht war der Weg durch die weiten Wasserflächen manchmal schwer zu erkennen. Nach ca. zwanzig Kilometern waren wir am Ziel: die Brücke zwischen Oberbrunn und Ebensfeld.

 

es

Fotos: ph

Bayerische Meisterschaften 2011 in Hausen

Bei den Bayerischen Meisterschaften im Kanurennsport, die zum zweiten Mal auf dem Vereinsgelände des Schwimmvereins Coburg stattfanden, gewannen alle Coburger Teilnehmer Edelmetall. 281 Teilnehmer aus 11 Vereinen boten den Zuschauern spannende Rennen bei einer reibungslos organisierten Veranstaltung und durch die Jugendfahrerinnen Corinna Schwarz und Viktoria Horn gingen sogar 2 Meistertitel in die Vestestadt. Während Corinna ihre Stärke über die 5000 m Langstrecke auspielen konnte, erwies sich Viktoria als beste Allrounderin und entschied den Kanumehrkampf in der AK 15 für sich. Im Zweier der Damen Junioren erzielten die beiden jungen Damen zwei Silbermedaillen über 500 und 200 m und Bronze im K2 der weibl. Jugend über 200 m. Durch den Gewinn des Vizemeistertitels durch Viktoria Horn im K1 über 500 m und die 3. Plätze für Corinna Schwarz im gleichen Rennen sowie im Kanumehrkampf AK 16 wurden beide die erfolgreichsten Teilnehmerinnen des Schwimmvereins.

Simon Heister, der in der Herren Leistungsklasse an den Start gehen musste, lieferte sich über die Langstrecke von 5000 m vom Start bis ins Ziel ein packendes Rennen und erkämpfte sich am Ende den Vizemeistertitel und die Silbermedaille. Ein weiterer Vizemeister ging an Andreas Horn, der im Lauf der Schüler B AK 12 im K1 über 2000 m seine Kräfte richtig einteilte und dafür mit Silber ausgezeichnet wurde.

Dreimal Bronze ging an die männl. Jugendmannschaft mit Hannes Pfiffer, Johannes Pampel, André Jurk und David Wünsch. Die Jungs sicherten sich Plätze auf dem Siegerpodest im K4 der männl. Jugend und der Herren Junioren über 500 m, sowie im Staffelrennen der Herren Junioren. Ebenfalls Bronze erpaddelten sich Hannes Pfiffer und Johannes Pampel im K2 über 5000 m.

Auch bei weiteren Entscheidungen war der 3. Podestplatz fest in Coburger Hand: Die Schülermannschaft mit Agnes Frittrang und Alexa Höhn im K2 über 2000 m, Rebecca Knöffel AK 11, K1 2000 m, Marie Rohr, weibl. Schüler A K1 2000 m, Janik Heister/ Andreas Horn/ Leon Markert/ Kilian Sprenger im K4 der Schüler A über 500 m, Martha Frittrang im Kanumehrkampf AK 13 und die beiden Herren Senioren mit Michael Zetzmann im K1 über 5000, 500 und 200 m der AK A und Thomas Schmidt im K1 über 5000 m der AK B. Alle wurden für ihre Erfolge mit einer Bronzemedaille belohnt.

 

Kanurennsportsaison eröffnet

 

Die stark besetzten Frühjahrsregatten in Gemünden/Main und Kleinheubach/Main in Unterfranken stehen alljährlich auf dem Terminplan der Rennmannschaft zur Saisoneröffnung. Während in Gemünden Sommerwetter herrschte und alle ausgeschriebenen Rennen planmäßig über die Bühne gingen, konnten die Kanuten 2 Wochen später in Kleinheubach ganz neue Erfahrungen sammeln: Die Regatta wurde am Sonntagnachmittag wegen Starkregen mit Blitz und Donner erst unterbrochen und dann ganz abgesagt. So mussten die von allen Kanuten geliebten Sprintrennen über 200 m entfallen. Keiner der angereisten Teilnehmer und Betreuer konnte sich daran erinnern, jemals einen Abbruch einer Veranstaltung erlebt zu haben.

 

Bei beiden Veranstaltungen konnten unser Paddler/-innen tolle Erfolge erzielen und sich sogar in die Medaillenränge kämpfen.

 

Und wie jedes Jahr gab es treue Fans, die unsere Sportler anfeuerten.